Der Heilige Nepomuk - freidorf-banat

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Freidorf
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Der Heilige Nepomuk

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Aus der Ansiedlerzeit  

Die Statue des heiligen Nepomuk in Freidorf  
Johannes von Nepomuk, geboren um 1350 in der böhmischen Gemeinde Nepomuk, wurde Priester und später Erzbischof-Stellvertreter in Prag. König Wenzel IV. ließ ihn fangen, foltern, im März 1393 an Händen und Füßen fesseln und bei Prag in den Moldau-Fluß werfen, wo er jämmerlich ertrank.
Wahrscheinlich ist es böhmischen Beamten, die nach 1716 in Temesvar Dienst taten, zuzuschreiben, daß schon 1722 eine Statue ihres Märtyrers Nepomuk in der Banat-Metropole aufgestellt und verehrt wurde. 1724 wurde von den Franziskaner-Mönchen, genannt „Bosnische Brüder“, die in Temeschburg und Umgebung seelsorglich tätig waren, die Bruderschaft des Johannes von Nepomuk ins Leben gerufen. Erster Obmann dieser Bruderschaft war kein anderer als der fanatische Katholik Franz Paul Graf von Wallis, erster österreichischer Festungskommandant von Temeschburg und Gründer von Freidorf.
Noch 1724 wurde der Kaiser in Wien gebeten, den Blutzeugen Nepomuk zum Schutzpatron des katholischen Banates zu ernennen. 1727 wurde Nepomuk Schutzpatron des Banates, 1729 wurde er vom damaligen Papst heilig gesprochen.
Die Nepomuk-Verehrung erreichte ihren Höhepunkt, als 1737 die Pest das Banat überfiel. Die Pestkranken beteten mit Vorliebe zum heiligen Nepomuk. Als die Seuche abgeklungen war, wurde der Sieg über sie wie folgt ausgelegt: „Banats Schutzpatron, der heilige Nepomuk, hat fürgesprochen, und dem durch widerwärtige Ereignisse gefährdeten Vaterlande wurde Hilfe“. (J. N. Preyer) In der Kirche der Banater Gemeinde Freidorf steht noch heute eine alte ca. 1,40 m hohe Nepomuk-Statue aus Holz. Schenkte diese der Katholik und oberste Nepomuk-Verehrer Wallis schon zwischen 1724 - 1730 seinem jungen Freidorf? Es ist möglich, daß diese uralte Statue schon im Freidorfer Bethaus zwischen 1723 - 1730 gestanden hat und verehrt wurde.
Mit Sicherheit knieten vor ihr in der ersten Freidorfer Kirche (1735 - 77) unsere Erstansiedler; knieten vor ihr in Todesangst versetzt, und baten den hl. Nepomuk um Fürsprache, Gott möge sie und ihre Kinder, unsere Freidorfer Ahnen, vor der Pest verschonen.
                                                                                                                                               Jakob Vorberger


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Letzte Aktualisierung: 16.08.2017
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